MEDIATION an der Förderschule körperliche und motorische Entwicklung Püttlingen

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Die Mediation ist ein erprobtes Verfahren, das bereits an vielen Schulen zur Konfliktlösung eingesetzt wird. Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten gehören zu einer gesunden Entwicklung und zum Schulalltag hinzu. Entscheidend ist die Frage, wie wir mit solchen Konflikten umgehen. Schnell herbeigeführte Lösungen zeigen nicht immer den erwünschten nachhaltigen Erfolg.

Gefragt sind deshalb erlernbare und nachvollziehbare Strategien, die zu akzeptablen Konfliktlösungen führen.

Kinder sollen lernen, mit den eigenen, sowie den fremden Gefühlen und Bedürfnissen, mit Problemen und Konflikten umzugehen.

Sie sollen neben der eigenen Sichtweise auch die der anderen sehen und verstehen lernen. Regeln sollen als klare und hilfreiche Strukturierung im Schulalltag geschätzt werden. Ein von Respekt getragenes Lernklima beeinflusst den Lernerfolg.

Unter Mediation versteht man die Vermittlung in Konflikten mit Hilfe einer dritten, neutralen Person (Mediator/in). In einem vertraulichen Gespräch sollen die Konfliktparteien zu einer Lösung finden, die von beiden Seiten akzeptiert wird, sodass beide Seiten gewinnen.

Da ein Außenstehender die Hindergründe eines Konfliktes oft nicht kennen kann, ist ein zufriedenstellendes Ergebnis nicht immer zu erreichen. Der Verlierer des Konfliktes wird sein negatives Verhalten nicht ändern. Der Konflikt wird fortgesetzt, eventuell verstärkt.

Die Mediation strebt eine Lösung an, bei der beide Parteien mehr gewinnen als verlieren. Sie lässt die Verantwortung für den Konflikt bei den streitenden Schülern und damit auch die Lösungsvereinbarung.

Der Ablauf einer Mediation unterliegt klaren Regeln. Die gefundene Vereinbarung wird in einem Vertrag dokumentiert, der beim Mediator verbleibt.

Eine Mediation wird in Absprache mit dem Klassenlehrer durchgeführt.

Im Schuljahr 2009 haben erstmals Schüler dieser Schule im Primarbereich an dem Projekt "Cool bleiben – statt zuschlagen!"  teilgenommen.

Das Projekt dient der Persönlichkeitsförderung und beinhaltet folgende Schwerpunkte aus dem Mediationskonzept:

Auch Schüler der Oberstufe haben sich im Unterricht mit Inhalten wie "Distanz und Nähe" und "Gewaltfreie Kommunikation und Gruppenarbeit" beschäftigt. Mehrmals wurden  Mediationsgespräche wahrgenommen.

Um einen nachhaltigen Erfolg zu sehen, muss jedoch Zeit und Geduld aufgebracht werden. Inhalte müssen in den Schulalltag integriert und Verhaltensänderungen ausprobiert und erprobt werden.

 

Margret Zimmer, Zertifikat über die Mediatorenausbildung für Lehrerinnen/Lehrer des Ministeriums für Bildung und des Vereins "Wir im Verein mit dir"